Das Format entscheidet über die Marge genauso wie die Rezeptur.
Die Formatwahl ist eine kaufmännische Entscheidung, keine gestalterische. Sie bestimmt, wie viel Wirkstoff in eine Tagesdosis passt, was eine Einheit kostet, wie lange sie stabil bleibt und ob Kunden das Produkt weiter nehmen. So schneiden die Formate in der Praxis ab.


Kapseln
Der Standard für die meisten Supplements und meist der günstigste Weg zu einem konformen Produkt. Vegane oder Gelatinehüllen, kein Geschmackssystem nötig, und die Rezeptur bleibt lange stabil. Die Grenze ist das Volumen: Eine große Tagesdosis bedeutet schnell drei oder vier Kapseln — das senkt die Einnahmetreue, denn Produkte, die sich nach Aufwand anfühlen, werden still abgesetzt.
Tabletten
Niedrigere Stückkosten bei größeren Mengen und sehr kompakt, dadurch versandeffizient. Tabletten benötigen Bindemittel und Pressdruck, eignen sich also eher für stabile, hochdosierte Wirkstoffe als für empfindliche. Ein Überzug verbessert Schluckbarkeit und überdeckt Eigengeschmack.
Gummies
Das stärkste Format für Wiederkäufe, weil die Einnahme tatsächlich Freude macht. Das hat seinen Preis: begrenzte Dosis pro Stück, ein zu lösendes Zucker- oder Süßungssystem und kürzere Haltbarkeit als trockene Formate. Ihr Vorteil ist die Bindung — und genau die macht eine Supplement-Marke profitabel.
Pulver
Die richtige Wahl, wenn die Tagesdosis in Gramm statt Milligramm gemessen wird: Protein, Kreatin, Elektrolyte, Greens. Die Kosten pro Portion sind niedrig, und das Geschmackssystem trägt das Markenerlebnis. Der Nachteil ist das Volumen: höhere Versandkosten und anspruchsvolleres Verpackungsdesign.
Softgels
Das Format für Öle und fettlösliche Wirkstoffe — Omega-3, Vitamin D, CLA. Sie schützen empfindliche Inhaltsstoffe vor Sauerstoff, dosieren präzise und lassen sich leicht schlucken. Die Produktion ist spezialisierter, entsprechend liegen die Mindestmengen höher als bei Kapseln.
Liquids, Shots & Brausetabletten
Schneller Wirkeintritt, hohe wahrgenommene Wertigkeit und starke Regalpräsenz. Liquids und Shots funktionieren für Premium-Positionierung und Impulskauf; Brausetabletten passen zu Elektrolyten und Vitaminmischungen, wo Geschmack und Ritual zählen. Beide erfordern mehr Aufmerksamkeit bei Stabilität und Verpackung als trockene Formate.
Wie wir bei der Wahl helfen
Die nötige Tagesmenge schließt Formate aus, bevor irgendetwas anderes greift.
Wer nimmt es, wie oft — und was nimmt er im dritten Monat noch.
Stückkosten, Versandgewicht und Zielverkaufspreis müssen zusammenpassen.
Sie geben ein physisches Muster frei, bevor die Produktion startet.
Unsicher, welches Format zu Ihrem Produkt passt?
Beschreiben Sie Produkt und Zielpreis — wir sagen Ihnen, welche Formate realistisch sind und welche nicht.
